Die Mauern des Klassenraums öffnen – Skypen im Englischunterricht.

„Canada – A Land of Diversity“ – mit diesem Thema beschäftigen sich derzeit viele Schüler*innen der 13. Klassen unserer Schule im Fach Englisch, da es abiturrelevant ist. Wir haben im Unterricht fiktionale und nichtfiktionale Texte gelesen, selber welche verfasst, uns intensiv im Plenum ausgetauscht, Präsentationen ausgearbeitet und sogar eine Dokumentation über das weltoffene und schöne Kanada geschaut. Dadurch haben wir einen sehr guten Einblick in das zweitgrößte Land der Welt und seine Diversität erhalten.

Eine Unterrichtseinheit hat uns jedoch noch einmal eine komplett andere Sichtweise geschenkt – nämlich die eines Kanadiers! Wir durften ein Skype-Interview mit Lucas führen, einem ehemaligen Sprachassistenten unserer Oberstufe und jetzigen Jura-Studenten, der extra in den frühen Morgenstunden in seiner kanadischen Heimat aufgestanden ist, um unsere Fragen zu beantworten, die wir als Kurs vorher gesammelt und ausgearbeitet haben, z.B. zum kanadischen Bildungssystem, zum politischen System oder zum Umgang mit Vielfalt in der kanadischen Gesellschaft.

Skype Englischunterricht

Für das Interview, das circa 45 Minuten dauerte, haben sich jeweils zwei Schüler*innen vor die Webcam gesetzt, Lucas gegrüßt, sich kurz vorgestellt, zwei Fragen gestellt, die Antwort angehört und ggf. nachgefragt. Lucas selbst war über die große Beamer-Projektion im ganzen Raum zu sehen und über Lautsprecher zu hören. Es war sehr spannend, aus der Sicht eines Kanadiers mehr über das Land zu erfahren. Außerdem war es eine tolle Möglichkeit, mit einem Muttersprachler zu kommunizieren. Und ja, für manche Schüler*innen war es auch eine Herausforderung live in der Fremdsprache via Skype zu kommunizieren.

Die Idee, einen Muttersprachler aus Kanada in unseren Englischunterricht nach Hamburg-Langenhorn zu „beamen“, um sich mit ihm auszutauschen, ist so einfach wie genial. Trotzdem hat es einiges an Organisation, Vorbereitung und technischem Wissen unseres Lehrers, Herrn Busch, erfordert, um die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Die Resonanz im Kurs war sehr gut und beim Feedback-Gespräch kamen sogar Vorschläge und Anregungen, wie man die Interview-Situation beim nächsten Mal noch besser umsetzen könnte.

Michelle Lüdeke