Nina Z. und Antonia J. über die Teilnahme der 11d am WAHL-O-MAT.

Wahl-O-Mat 2021

Wir waren am 07.09.2021 zu Besuch an der Berufsschule GELUTEC, wo wir den WAHL-O-MAT zum Aufkleben durchführen sollten. Wir trafen uns als Klasse vor der Berufsschule. Nachdem wir einen Covid-19-Schnelltest durchgeführt haben, durften wir rein. Uns wurde erzählt, wie die Politik in Deutschland überhaupt ist, z.B. wie viele Plätze es im Bundestag gibt und vieles mehr. Nach der kurzen Präsentation wurde uns erklärt, wie der WAHL-O-MAT zum Aufkleben funktioniert.

Die Wahl

Dann ging unsere Klasse in den Wahl-O-Mat-Raum hinein. Zuallererst sah man vier große aufgestellte Leinwände, die jeweils 9 bis 10 Fragen enthielten. Jeder unserer Klasse bekam einen Stickerbogen, auf dem Grüne, runde Sticker abgebildet waren. Die sollten darstellen, wenn man der jeweiligen These zustimmt. Mit dem roten Sticker sollten wir zeigen, bei was wir nicht zustimmen. Wenn wir uns unschlüssig waren und zu einer Thematik kein klares „Ja“ oder „Nein“ hatten, konnten wir jedes mal einen Grünen und roten Sticker aufkleben. Im unteren Bereich des Stickerbogens befanden sich noch kleine schwarze Sticker, die Zahlen abbildeten. Die waren für das Ende des Wählens gedacht. Mit den Stickern hatten wir die Möglichkeit, auf einer gegenüberliegenden Leinwand unmittelbar unsere Meinung mit 8 Parteien zu vergleichen .

Nachdem jeder von uns den Stickerbogen bekommen hatte, ging es los. Unsere Klasse verteilte sich im Raum und las sich die Themen mit den Fragen durch und setzte die Sticker. Bei einigen Fragen hatten wir direkt eine klare Meinung, bei anderen Fragen hingegen lief es schwieriger und wir diskutierten miteinander, um zu hören, was die anderen davon hielten. Nachdem wir einig waren, klebten wir unseren gewählten Sticker unmittelbar unter die Frage. Als wir alle 38 Fragen mit unserem Sticker markierten, ging es zur letzten Leinwand mit den vielen verschiedenen Parteien.

Im letzten Schritt ging es zur Auswertung des Stickerbogens. Wir gingen auf die Referenten zu, sie scannten unseren Stickerbogen ein und dadurch konnte das Scangerät ablesen, womit wir übereinstimmten und womit eben nicht. Wir bekamen nach dem Scannen direkt einen Bon. Auf diesem Bon wurde jedem von uns acht Parteien genannt, die unsere Meinung am meisten stützt. Man konnte dies gut ablesen, weil alles mit einer Prozentzahl hinterlegt wurde. So konnten wir viel besser einschätzen, zu wie viel Prozent wir die gleiche Meinung besaßen wie die Parteien. Bei einigen von uns kamen bis dahin noch unbekannte Parteien als Wahlergebnis raus, was wir garnicht vermutet hätten.

Fazit

Wir saßen zusammen und sprachen über offene Fragen sowie Schwierigkeiten oder neue Erkenntnisse. Wir unterhielten uns darüber, ob ,,Wählen ab 16” gut oder schlecht wäre. Im Großen und Ganzen war es eine gute Erfahrung, sich selbst mit großen Fragen zu beschäftigen und abstimmen zu können. Wir fanden das daher wichtig, weil man in vielen Ländern keine Möglichkeit hat, seine freie Meinung zu äußern. Umso wichtiger war es uns, dass man sich mit wichtigen Themen früh auseinandersetzt und Grundsätze der Parteien kennt und weiß, welche Meinung man selbst vertritt. Wir finden es zwar gut, dass man sich auch unter 18 sich mit dem Thema Wahlen beschäftigt, aber wir haben noch keine Möglichkeit, uns mit einzubringen und wählen gehen zu können. Bei den nächsten Wahlen vertreten wir alle wahrscheinlich eine ganz andere oder neue Meinung. Wir denken daher, dass er Besuch beim Wahl-O-Maten noch sinnvoller für eine Klasse gewesen wäre, die bereits volljährig ist.

Nina & Antonia, 11d