Was ist Inklusion?
Inklusion beschreibt den Grundgedanken und das Bestreben, dass jeder Mensch unabhängig von Stärken oder Schwächen als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft wahrgenommen und behandelt werden sollte.
„Inklusion bedeutet:
Alle sind gleich und alle sind verschieden, keiner wird ausgeschlossen.”
(Ines Boban/Andreas Hinz)
Für die Schule heißt dies, alle Schüler*innen unabhängig von Beeinträchtigungen oder Behinderungen gemeinsam zu unterrichten, zu fördern und zu fordern.
- Jedes Kind und jeder Jugendliche soll einen festen und sicheren Platz in der Schulgemeinschaft einnehmen und aktiv am Unterricht teilhaben können.
- Alle Kinder und Jugendlichen ohne Ausnahme und ohne eine vorherige Aufteilung in Gruppen (hochbegabt, behindert, anderssprachig usw.) sollen mitbestimmen und mitgestalten dürfen und können.
Inklusion betrifft alle Menschen, denn es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur von allen gemeinsam angegangen und bewältigt werden kann. Der Schlüssel dazu liegt in der Bereitschaft, sich darauf einzulassen, die Verschiedenartigkeit der Menschen in allen Bereichen zuzulassen und bestmögliche Förderung individueller Schwächen sowie angemessene Forderung und Entwicklung der individuellen Stärken verbindlich vorzusehen und zu ermöglichen.

Inklusion an der Fritz-Schumacher-Schule
Unsere Schule hat eine lange Tradition im Integrationsbereich. Seit vielen Jahren (1989) arbeiten hier Sonderpädagog*innen und Sozialpädagog*innen und unterstützen die Kinder und Jugendlichen im Unterricht. Sie arbeiten eng verzahnt mit den Tutor*innen und Fachlehrer*innen und außerschulischen Institutionen zusammen und beraten Eltern und Kolleg*innen.
Das Recht auf inklusive Beschulung nach § 12 des Hamburger Schulgesetzes wurde 2009 verankert. Das Hamburger Schulgesetz folgt damit der UN-Menschenrechtskonvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung. Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden also gemeinsam mit Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet.
Der Förderbedarf der einzelnen Schüler*innen ist sehr unterschiedlich. Die Förderschwerpunkte können in folgenden Bereichen liegen: Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, geistige Entwicklung, Autismus, Sehen, Hören und Kommunikation.
Dem verschiedenartigen und häufig speziellen individuellen Unterstützungsbedarf jedes/r Schüler*in wird auf unterschiedliche Weise Rechnung getragen. So ermöglichen z.B. individuelle Förderpläne eine Planung der Fördermaßnahmen und zielgenaue Umsetzung im Unterricht. Schüler*innen, die differenziert unterrichtet werden, erhalten Berichtszeugnisse anstelle von Notenzeugnissen, in denen ihre Leistungen, ihre Arbeitsschwerpunkte und nächsten Ziele beschrieben werden.