Vom 1. bis 5. Juni 2026 haben sich 10 Schüler:innen auf ein echtes Abenteuer eingelassen: vollbepackte Fahrräder, Zelt im Gepäck und die Ostsee als großes Ziel. Fünf Etappen à 35–55 km führten uns von Hamburg bis entlang des Ostseeküstenradwegs nach Warnemünde.
Am Montag, den 01. Juni starteten wir in Hamburg – vollbepackt und voller Vorfreude. Denkbar ungünstig: Nach kaum einem Kilometer musste bereits ein neuer Schnellspanner an einer Hinterachse gewechselt werden, wodurch wir fast eine Stunde später als geplant richtig losgekommen sind. Außerdem stellte sich am Nachmittag heraus, dass ein Rucksack so vollgepackt war, dass sein Besitzer kaum noch in die Pedale treten konnte – wir packten gemeinsam um und konnten unser Ziel doch noch erreichen. Die erste Etappe führte uns raus aus der Stadt, vorbei an Feldern und kleinen Ortschaften, bis wir am Abend den Campingplatz in Klein Rönnau bei Segeberg erreichten.
Am Dienstag führte uns die Route Richtung Lübeck. Unterwegs konnten wir an einer Fahrrad-Station alle Räder und Anhänger aufpumpen – eine willkommene Gelegenheit, kurz durchzuatmen und die Reifen fit für den Rest der Strecke zu machen. Am Abend übernachteten wir auf einem Campingplatz vor der Stadt – und dankenswerterweise in Holzhäusern, da in der Nacht Starkregen angekündigt war.
Am Mittwoch starteten wir mit einem kleinen Highlight direkt in den Tag: Mit der Fähre setzten wir zum Priwall bei Travemünde über. Spätestens an diesem Tag war die Gruppe richtig zusammengewachsen – es wurde sich gegenseitig geholfen, wenn jemand einen Anhänger nicht mehr ziehen konnte oder ein Reifen geflickt werden musste. Von dort radelten wir weiter die Küste entlang bis zum Ostseecamping Ferienpark Zierow bei Wismar.
Am Donnerstag ging es über Wismar weiter nach Rerik. Dieser Tag hatte es in sich: Herr Linnenbürger sorgte für Aufregung, als sein Fahrrad angeblich verschwunden war. Die Auflösung: Er hatte es selbst an der Rezeption abgestellt und schlicht vergessen.
Am Freitag, den 05.06. führte uns der letzte Tag über Kühlungsborn durch den mystischen Gespensterwald bei Nienhagen – knorrige, vom Seewind geformte Bäume, die für eine ganz besondere Stimmung sorgten. Kurz darauf erreichten wir unser großes Ziel: den Leuchtturm in Warnemünde. Ein würdiger Abschluss einer unvergesslichen Woche!
Morgens um 7:30 Uhr hieß es täglich: aufstehen, Schlafsäcke rollen, Zelte abbauen und gemeinsam frühstücken, bevor es gegen 10 Uhr losging. Alle zehn Kilometer gönnten wir uns eine kleine Pause – Wasser auffüllen, Snacks verteilen und Anhänger wechseln. Je nach Etappe rollten wir zwischen 17 und 19 Uhr auf den nächsten Campingplatz. Dann hieß es: Zelte aufbauen, gemeinsam kochen, abwaschen, Freizeit genießen – und gegen 22 Uhr fielen wir erschöpft und glücklich in die Schlafsäcke.
LIN


